18.10.2021

Prämie E-Autos: Diese Förderung für Elektroautos ist möglich

Umweltfreundlich, leise und effizient: Elektromobilität ist die Mobilität der Zukunft. Doch viele Autofahrer scheuen den Umstieg. Der Kauf eines E-Autos ist vergleichsweise teuer. Um die E-Mobilität zu fördern, subventioniert der Staat seit 2020 sogar doppelt. Welche Elektrofahrzeuge von der erhöhten Förderung profitieren und wie hoch diese tatsächlich ausfällt, erläutert dieser Artikel. Ebenfalls gut zu wissen: Welche Steuervorteile können E-Auto-Fahrer geltend machen?

Definition: Welche Fahrzeuge zählen als Elektroauto?

Welche Fahrzeuge als „Elektroauto“ zählen, definiert § 2 des Elektromobilitätsgesetzes (kurz: EmoG). Als E-Autos gelten Autos, welche

  • ausschließlich elektrisch angetrieben werden und
  • deren Energiespeicher (Akku oder Brennstoffzelle) von außerhalb des Fahrzeugs aufladbar sind.


Von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge (sog. Plug-In-Hybride) zählen i.S.d. EmoG nur dann als E-Autos, wenn ihr Schadstoffausstoß unter 50 Gramm CO2 pro Kilometer liegt oder sie eine Strecke von mehr als 40 Kilometern rein elektrisch zurücklegen können.

Elektroautos: Welche Förderungen gibt es?

Seit Februar 2020 gilt der sogenannte Umweltbonus für alle E-Autos, Hybridfahrzeuge und Brennstoffzellenautos, die ab dem 5. November 2019 zugelassen wurden. Ursprünglich sollte der Umweltbonus bis Ende 2021 gelten, allerdings wurde im November 2019 beschlossen, dass dieser bis Ende 2025 verlängert und erhöht wird. Der Umweltbonus wird weiterhin jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und von der Industrie finanziert.

Die zusätzliche Innovationsprämie, die den staatlichen Anteil am Umweltbonus verdoppelt, gilt seit dem 08. Juli 2020 und ist derzeit bis zum 31.12.2021 befristet. Laut dem Beschluss der Konzertierten Aktion Mobilität (kurz: KAM) soll die Prämie allerdings bis Ende 2025 verlängert werden. Diese Verlängerung wird laut dem Bundeswirtschaftsministerium mit der 7. Novellierung in Kürze vorgenommen.

Die Innovationsprämie gilt derzeit für:

  • Neufahrzeuge, die zwischen dem 3. Juni 2020 und 31. Dezember 2021 erstmalig zugelassen werden
  • junge Gebrauchtfahrzeuge, deren Erstzulassung nach dem 4. November 2019 und deren Zweitzulassung zwischen dem 3. Juni 2020 und dem 31. Dezember 2021 erfolgt


Der jeweilige Förderungsantrag ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu stellen.

E-Auto Prämie beantragen: Das sind die Voraussetzungen

Um den Umweltbonus oder die Innovationsprämie zu erhalten, müssen E-Autos folgende Voraussetzungen erfüllen:

Neuwagen

  • Das Fahrzeug muss auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge stehen.
  • Das E-Auto muss im Inland zugelassen sein und mindestens 6 Monate zugelassen bleiben.
  • Der Fahrzeugerwerb sowie die Erstzulassung müssen ab dem 18. Mai 2016 oder später erfolgt sein.
  • Für Neuwagen, die bis zum 04. November 2019 zugelassen wurden, muss die Antragstellung bis zum 18. August 2020 erfolgt sein
  • Für Neuwagen, die nach dem 04. November 2019 zugelassen wurden, muss die Antragstellung spätestens ein Jahr nach der Zulassung erfolgen


Achtung: Um die Innovationsprämie für einen Neuwagen zu erhalten, muss das Fahrzeug nach dem 3. Juni 2020 zugelassen worden sein. Zusätzlich muss der Nettolistenpreis des Neuwagens bei mehr als 40.000 Euro liegen.

Junge Gebrauchtwagen

  • Das Fahrzeug muss auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge stehen.
  • Das Fahrzeug ist maximal 12 Monate erstzugelassen
  • Erstzulassung erfolgte am 05. November 2019 oder später
  • Die maximale Laufleistung bei Erwerb liegt unter 15.000 km
  • Das Fahrzeug wurde noch nicht durch staatliche Mittel gefördert
  • Die Antragstellung muss innerhalb von 12 Monaten nach der erneuten Zulassung erfolgen


Gut zu wissen: Die Innovationsprämie erhält man nur für einen Gebrauchtwagen, wenn die Zweitzulassung nach dem 04. Juni 2020 erfolgt ist.

E-Fahrzeuge Förderung: Wie hoch ist die Elektro-Prämie?

Der Bundesanteil am Umweltbonus wird für Zulassungen nach dem 3. Juni 2020 als Innovationsprämie verdoppelt. Demnach ergeben sich für Neu- und Gebrauchtwagen folgende Elektro-Prämien:

Für Neufahrzeuge gilt:

Fahrzeugtyp

Netto-Listenpreis

Bundesanteil (Umweltbonus + Innovationsprämie)

Herstelleranteil

Gesamt

Elektroauto

Bis 40.000 Euro

6.000 Euro

3.000 Euro

9.000 Euro

Elektroauto

40.000 – 65.000 Euro

5.000 Euro

2.500 Euro

7.500 Euro

Plug-In-Hybrid

Bis 40.000 Euro

4.500 Euro

2.250 Euro

6.750 Euro

Plug-In-Hybrid

40.000 – 65.000 Euro

3.750 Euro

1.875 Euro

5.625 Euro

Auch der Kauf gebrauchter E-Fahrzeuge und gebrauchter Plug-In-Hybride wird vom Staat bezuschusst. 

Für Gebrauchtwagen gilt:

Fahrzeugtyp

Netto-Listenpreis

Bundesanteil (Umweltbonus + Innovationsprämie)

Herstelleranteil

Gesamt

E-Auto / Brennstoffzellenfahrzeug

40.000 – 65.000 Euro

5.000 Euro

2.500 Euro

7.500 Euro

Plug-In-Hybrid

40.000 – 65.000 Euro

3.750 Euro

1.875 Euro

5.625 Euro

 

E-Auto Prämie: Ist eine Doppelförderung möglich?

Seit dem 16. November 2020 ist eine sogenannte Doppelförderung möglich. Folgende Förderungen für Elektrofahrzeuge können mit dem Umweltbonus kombiniert werden:

 

E-Auto: Steuervorteile sichern!

Für E-Autos, die bis zum 31. Dezember 2020 erstmalig zugelassen wurden, musste bislang zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer gezahlt werden. Aufgrund des Corona-Konjunkturprogramms gilt diese Steuerbefreiung derzeit bis zum 31.12.2025 und wird anschließend bis 31.12.2030 verlängert. Erfolgt innerhalb dieser 10 Jahre ein Halterwechsel, wird dem neuen Fahrzeughalter die Steuerbefreiung für den verbleibenden Zeitraum gewährt.

Auch wer sein dienstliches E-Auto privat nutzt, profitiert seit Januar 2020 von Steuervorteilen. Die Privatnutzung von E-Dienstwagen mit einem Brutto-Listenpreis bis zu 60.000 Euro wird monatlich nur noch mit 0,25 Prozent (statt bisher 0,5 Prozent) des Brutto-Listenpreises als geldwerter Vorteil besteuert. Diese Regelung gilt jedoch nicht für Hybridelektrofahrzeuge sowie für Elektrofahrzeuge mit einem höheren Brutto-Listenpreis. Bei diesen Fahrzeugen bleibt es bei der bisherigen 0,5 Prozent-Regelung.

Rechtsschutztipp

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