16.01.2020

Jobrad statt Firmenwagen – Welche Vorteile bietet das Fahrrad Leasing?

Gesundheit und Umweltschutz am Arbeitsplatz gewinnen einen immer größeren Stellenwert in Unternehmen. Der ergonomische Arbeitsplatz, Gesundheitsangebote für Mitarbeiter und das papierlose Büro sind längst keine Ausnahmen mehr. Doch was können Mitarbeiter selbst tun?

Eine Maßnahme, die vom Gesetzgeber finanziell gefördert wird und in immer mehr Unternehmen Einzug hält, stellt das Jobrad dar. Doch wie genau funktioniert das Fahrrad Leasing über Arbeitgeber eigentlich, was spricht für ein Jobrad und welche steuerlichen Regelungen gelten?

Was ist ein Jobrad und wer kann es nutzen?

Als Jobrad oder Dienstrad gilt ein herkömmliches Fahrrad oder E-Bike, welches Mitarbeitern durch den Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird. Dabei können Arbeitnehmer das Dienstfahrrad nicht nur für berufliche Fahrten, sondern auch privat nutzen. Der Unterschied zum „normalen“ Fahrrad besteht vorrangig in der Art der Finanzierung und der steuerlichen Behandlung.

Jobrad: Wie funktioniert das Prinzip Dienstfahrrad eigentlich?

Grundsätzlich gibt es für Arbeitgeber zwei Optionen, Mitarbeitern ein Dienstrad zur Verfügung zu stellen:

  • Das vollständig arbeitgeberfinanzierte Fahrrad

Das Jobrad kann von Arbeitgebern erworben und den Mitarbeitern in einem Überlassungsvertrag oder einem Zusatz zum Arbeitsvertrag bereitgestellt werden.

  • Das Fahrrad Leasing

Bei der Leasing Variante schließt der Arbeitgeber einen Leasingvertrag über ein Jobrad ab, welches er seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellt. Dieser hat in der Regel eine Laufzeit von 36 Monaten und beinhaltet eine monatliche Ratenzahlung – je nach Fahrradmodell – im Rahmen von ca. 30 EUR bis 100 EUR.  Möchten Arbeitnehmer das Leasingrad beruflich und privat nutzen, beteiligen sie sich an der monatlichen Leasingrate. Je nach Anbieter und Tarif können weitere Kosten für Wartungen, Versicherungen oder Reparaturen hinzukommen.

Jobrad Versteuerung: Kann man das Dienstfahrrad steuerlich absetzen?

Der Gesetzgeber hat in der Vergangenheit einige Initiativen gestartet, um das Fahrrad als Fortbewegungsmittel attraktiver zu gestalten. Neben dem Ausbau von Radwegenetzen gehört die steuerliche Förderung von Dienstfahrrädern dazu.

Jobrad als Gehaltsextra

Erhalten Arbeitnehmer vom Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin vereinbarten Gehalt ein Dienstfahrrad, welches sie auch privat nutzen dürfen, bleibt der geldwerte Vorteil steuerfrei. Dies gilt im Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2021. Konkret bedeutet dies, dass Arbeitnehmer für die private Nutzung keine Privatentnahme versteuern müssen, wodurch diese bei der Einkommens- und Umsatzsteuer sparen.

Dienstfahrrad per Gehaltsumwandlung

Bei der Fahrrad Leasing Variante führt der Arbeitgeber die Leasingrate und Versicherungsbeitrag vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers mittels einer Gehaltsumwandlung ab. Außerdem wird ein prozentualer Anteil des Listenpreises des Dienstrads als geldwerter Vorteil angerechnet, der bei der Privatnutzung entsteht.

Für Fahrräder und E-Bikes, die schneller als 25 km/h fahren und die zwischen 2019 und 2021 erstmalig vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden, gilt eine Besteuerung von 0,5 Prozent des Listenpreises, ansonsten liegt sie bei einem Prozent.

Steuerlicher Vorteil für Arbeitnehmer

Das Jobrad gilt als zusätzliche Sachleistung zum Gehalt. Dadurch reduziert sich das Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers, wodurch die Abgaben für Lohnsteuer und Sozialversicherung sinken. Auf Unternehmensseite fallen geringere Beiträge für die Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung an.
Übrigens: Für den Arbeitsweg können Arbeitnehmer auch mit dem Dienstfahrrad die sogenannte Pendlerpauschale in Höhe von 30 Cent pro Entfernungskilometer und Arbeitstag steuerlich geltend machen.

Fazit Jobrad: Lohnt sich das für Arbeitnehmer?

Das Jobrad ist für viele, die kurze bis mittlere Strecken zur Arbeit zurücklegen, eine gute Alternative zum Auto – zumal neben dem ökologischen Aspekt auch weitere zum Tragen kommen: die Steigerung der eigenen Fitness, die gleichzeitige Stressbewältigung, ggf. der Faktor Zeit und finanzielle Anreize. Besonders das Pedelec oder E-Bike gewinnt zunehmend an Beliebtheit: Bereits 14 Prozent der deutschen Haushalte besitzen ein E-Bike. Die Nutzung von Jobrad Angeboten via Fahrrad Leasing über Arbeitgeber stellt für viele Arbeitnehmer eine interessante Möglichkeit dar, schnell und mit einem geringen monatlichen Beitrag das Wunschfahrrad zu beziehen. Dabei profitieren Arbeitnehmer zusätzlich von den Serviceleistungen, die rund um das Fahrrad angeboten werden.

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