04.02.2019

Sicher mit dem Auto in den Skiurlaub

Das Auto winterfest machen steht in puncto Sicherheit an erster Stelle und ein eingehender Wintercheck vor der Abfahrt ist unbedingt erforderlich. Wie sieht es aus mit den Winterreifen – ist die Profiltiefe in Ordnung? Sind Schneeketten notwendig? Wie verstaut man am sichersten das Reisegepäck und gibt es bei Reisen ins Ausland gesetzliche Bestimmungen, an die man sich halten muss?

Autofahren im Schnee

  • Winterreifen

Als Autofahrer ist man verpflichtet, sein Fahrzeug den Wetterverhältnissen in der kalten Jahreszeit anzupassen – und das nicht nur für die Fahrt ins Skigebiet. Um sich und andere nicht zu gefährden, ist das Fahren im Winter mit Winterreifen in einigen Ländern sogar Pflicht.

In Deutschland gilt seit Ende 2010 die Winterreifenpflicht. Wird der Autofahrer bei Eis und Schnee mit Sommerreifen erwischt, kommt es zu einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg. Höher fällt dieses aus, wenn er andere Verkehrsteilnehmer behindert. Achtung: Bei einem Unfall kann es sogar Schwierigkeiten mit der Versicherung geben, wenn dieser durch den Einsatz von Winterrädern hätte verhindert werden können.

In Österreich ist vom 1. November bis zum 15. April das Fahren eines PKWs nur dann erlaubt, wenn bei winterlichen Straßenverhältnissen Winterreifen aufgezogen sind. Ebenso besteht diese Pflicht in Italien, allerdings sind die Zeiten von Region zu Region verschieden – es existiert keine einheitliche Regelung. Auch die verlangte Profiltiefe von Winterreifen schwankt je nach Urlaubsland.

  • Scheibenwischer, Lichter und Batterie, etc.

Alle Teile, die ein Auto verkehrssicher machen, sollten für den Winter gerüstet sein. Die Wischerblätter der Scheibenwischer dürfen nicht spröde oder gar rissig sein, damit bei Betätigung keine gefährlichen Schlieren entstehen, die die Sicht des Fahrers behindern. Auch an Frostschutzmittel im Scheibenwischwasser sollte gedacht werden, damit dieses nicht einfriert.

Die Lichtanlage muss überprüft werden und alle Scheinwerfer sauber sein – bei Dunkelheit ist dies lebensnotwendig. Auch sollte kontrolliert werden, ob die Nebelscheinwerfer richtig funktionieren. Wie man diese bei starkem Schnellfall oder dichtem Nebel richtig einsetzt, ist in § 17, Abs. 3 StVO festgehalten. Alte Batterien stellen ein hohes Risiko dar und sollten möglichst ausgetauscht werden, damit man nicht bei Eis und Schnee liegenbleibt.

Auto-Winterzubehör wie ein Pflegestift für Gummidichtungen, Türschlossenteiser oder ein Starthilfekabel darf neben Verbandskasten, Warnweste und -dreieck ebenfalls nicht fehlen.

  • Schneeketten

In den Bergen ist es ratsam, neben Winterreifen auch Schneeketten aufzuziehen, um bei Schnee, Schneematsch und Glatteis den nötigen Halt zu haben. In manchen Ländern sind sie vorgeschrieben – hier ein Überblick.

Auto winterfest machen

Das gründliche Befreien der Scheiben, besonders der Frontscheibe, von Eis und Schnee ist unumgänglich, sonst kann es aufgrund von schlechter Sicht zu schweren Unfällen kommen. Ein Enteisungsspray hilft und schont die Scheiben. Auch darf nicht vergessen werden, das Dach des Autos von Schnee zu befreien, da sich dieser bei der Fahrt lösen und einem selbst bzw. dem Hintermann die Sicht nehmen kann.

Zum Winterschutz des Autos gehört aber nicht nur, den PKW selbst verkehrssicher zu machen, es ist außerdem wichtig, ihn richtig zu beladen. Skier, das Snowboard, schwere Skistiefel und andere sperrige Teile gehören nicht in den Kofferraum, sondern sind am sichersten in einer verschließbaren Dachbox oder einem Dachgepäckträger zu transportieren, damit sie bei eventuellen Vollbremsungen nicht als Wurfgeschoss durch den Fahrzeuginnenraum fliegen. Achtung: Die Transportboxen auf dem Dach müssen stets rutschfest beladen sein. Koffer und Co. müssen so im Kofferraum gelagert werden, dass man im Notfall problemlos an den Verbandskasten und das Warndreieck herankommt. Ein Trennnetz zur Rückbank ist von Vorteil.

Was sonst noch wichtig ist

Neben der richtigen Auto-Winterausrüstung sollte man bedenken, dass der Fahrer selbst viel dazu beitragen kann, sicher durch die schöne Winterlandschaft zu gelangen. Eine bedachte und vorausschauende Fahrweise, ein angepasstes Tempo und kontrollierte, nicht ruckartige Lenkbewegungen vermeiden Unfälle.

Um ausgeruht am Urlaubsort anzukommen, sollte man möglichst früh die Reise antreten – am besten in der Nacht und vorzugsweise nicht am Wochenende. Dann sind die Straßen weniger befahren. Bei langen Strecken ist es ratsam, einen Zwischenstopp zur Übernachtung einzulegen.

Die für Österreich und die Schweiz nötige Vignette lässt sich stressfrei schon vor der Reise besorgen und über anfallende Maut-Gebühren für Autobahnen sollte man sich ebenfalls vorher informieren.

Der eingestellte Blog-Beitrag wurde von unserer Partnerkanzlei TeReBe Rechtsanwalts-AG auf rechtliche Korrektheit überprüft.

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